Ein Meisterwerk, das aus dem Leben des Künstlers erzählt
Die Ausstellung in Riva del Garda erzählt anhand der Entstehungsgeschichte des Werkes auch die Geschichte des Künstlers, der die Fresken der Sixtinischen Kapelle in zwei unterschiedlichen Phasen seines Lebens schuf.
Als Papst Julius II. 1508 Michelangelo den Auftrag für die Fresken des Gewölbes erteilte, war der Künstler 33 Jahre alt. Hinsichtlich der Abmessungen der zu bemalenden Fläche (40 m Länge und über 13 Breite) handelte es sich um ein ungeheures Unterfangen. Um das Werk zu verwirklichen, arbeitete der Künstler monatelang auf Gerüsten auf dem Rücken liegend und nahm seine Mahlzeiten direkt unter dem Gewölbe ein. Eine kräftezehrende Arbeit, die bis 1512 dauerte, um eines der absoluten und wichtigsten Meisterwerke der westlichen Kunst zu schaffen.
Während der Entstehung des Freskos Jüngstes Gericht an der Stirnwand hinter dem Altar der Sixtinischen Kapelle folgten sich zwei Päpste im Amt. Clemens VII. wandte sich an den inzwischen sechzigjährigen Künstler, um ihn mit dem Werk zu beauftragen, starb aber vor Beginn der Arbeiten. Glücklicherweise bestätigte dessen Nachfolger Paul III. den Auftrag, so dass Michelangelo 1536 sein prächtiges Werk beginnen konnte, das 1541 fertiggestellt wurde.
IMMAGINE DI COPERTINA E IMMAGINE SOPRA
Michelangelo Buonarroti, Studio di testa per il “Diluvio” per la Volta Sistina, 1509-1510 circa, matita rossa, 125 × 142 mm, Firenze, Casa Buonarroti
Michelangelo Buonarroti, Studio di un braccio per una figura nella Volta Sistina, 1509-1510 circa, matita nera, 98 × 131 mm , Firenze, Casa Buonarroti, inv. 8 F
© Associazione MetaMorfosi, Roma. (Foto: Massimo Menghini)