Aufstieg zum Lago di Santa Colomba
Wanderung
Aufstieg zum Lago di Santa Colomba
Wo der Wald auf das Wasser trifft: die Magie des Lago dell’Argentario
Der Weg führt das breite und sanfte Tal von Albiano nach Süden hinauf. Unten schlängelt sich die Straße durch Ahorn- und Lindenwälder, Abschnitte von Kiefern- und Buchenbeständen, während weiter oben Fichten vorherrschen. Die Waldformationen sind jedoch von Mähwiesen durchsetzt, die den Blick auf die umliegende Landschaft freigeben. Wo die Steigung, die nie besonders steil ist, abflacht und in eine Ebene übergeht, trifft man auf das interessante Feuchtgebiet namens Palù Acquadiva. Derzeit ist das Gebiet von dichtem Schilf besetzt. Neben dem eindrucksvollen Wasserschilf sind hier zahlreiche andere Pflanzenarten heimisch, die mit Feuchtgebieten verbunden sind. Hervorzuheben ist der Sumpf-Sellerie, eine seltene und vom Aussterben bedrohte Art in Trentino. Der umliegende Wald beherbergt den Moosfarn, eine typische Pflanze frischer und feuchter Wälder, eine weitere bedeutende Art von hohem Schutzwert. Vom Palù Acquadiva zum Lago di Santa Colomba ist der Weg kurz. Innerhalb von etwa fünfzehn Minuten oder etwas mehr führt ein schöner Wanderweg zur nördlichsten Uferseite des Sees, an der drei große Holzplattformen auf einem großen Porphyrvorsprung errichtet wurden, der aus dem Boden ragt. Der See ist von Kiefern umgeben, und ein Fußweg ermöglicht es, das Ufer zu erkunden. Es gibt auch eine Einkehrmöglichkeit, an der man rasten, essen oder trinken kann. Zu Beginn des Frühlings ist es nicht schwer, rote Frösche und Kröten im Wasser zu beobachten, die zum Laichen ins Becken kommen, oder ihre Laichballen. Eine letzte Kuriosität: Eine alte Legende besagt, dass das Wasser des Sees ein Bauernhaus oder sogar ein ganzes Dorf verbirgt, das als Strafe für die Egoisten, die es bewohnten, versenkt wurde.