Großes Faschingsfeuer
In Soraga wird das uralte Ritual des "brennenden Karnevals" inszeniert, das das Ende der verrücktesten Zeit des Jahres markiert
Fröhlichkeit, Scherze, Tänze und zahlreiche Köstlichkeiten: Im Fassatal belebt der letzte Tag des Karnevals die Dorfplätze und zählt seit jeher zu den am meisten erwarteten Momenten des Jahres. Es ist die Zeit der Streiche und des Lachens, wenn die Anonymität der "Faceres" - kunstvoll geschnitzte Holzmasken aus Meisterhand des Tales - Raum für Wortwitz, Improvisation und kleine Überraschungen lässt, die fest zur Tradition gehören.
In den letzten Jahren ist es - nachdem Alba di Canazei "deslea carnascèr" (den Karneval auflöst) - Soraga, das das Fest am Abend des Faschingsdienstags gemeinsam mit dem engagierten "Grop de Folclor" feierlich beschließt. Hier lebt der alte Brauch des "brujar carnascial" weiter: Die "Strìa", eine Hexe aus Stroh, wird in einem symbolischen Ritual verbrannt - ein Zeichen, um den Winter zu verabschieden, das Böse zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen.
Treffpunkt ist der Park vor der Kirche (Prà del Preve): Um 20:30 Uhr beginnt die "Mascherada", eine kurze Komödie in ladinischer Sprache, eröffnet von den Leitfiguren des ladinischen Karnevals - "Bufon", "Laché" und "Marascons". Um 21:00 Uhr wird schließlich das große Feuer entzündet - ein stimmungsvoller Moment, den die Gemeinschaft gemeinsam erlebt und der in die Fastenzeit überleitet, in Erwartung des Osterfestes.
Die Veranstaltung entfällt bei schlechtem Wetter.