Sebastião Salgado
Glaciers ("ghiacciai")
Im Mart – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Rovereto und im MUSE – Museum der Wissenschaften in Trient wird eine umfassende Ausstellung von größtenteils unveröffentlichten Fotografien gezeigt.
Das Projekt stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, das Werk von Sebastião Salgado, einem der größten und bekanntesten zeitgenössischen Fotografen, kennenzulernen und zu erforschen, der sich seit fünfzig Jahren der Dokumentation des Lebens der Menschen und des Planeten verschrieben hat; gleichzeitig bietet es die Möglichkeit, sich mit einem der dringlichsten Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen, nämlich dem Klimawandel. Tatsächlich steht die Ausstellung in einem größeren Zusammenhang: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat einstimmig den Vorschlag angenommen, das Jahr 2025 zum Internationalen Jahr zur Erhaltung der Gletscher zu erklären.
Mit Glaciers fängt Salgado die atemberaubende Schönheit der Gletschermassen in einer Galerie mit exklusiven Bildern ein. Von der Antarktischen Halbinsel bis Kanada, von Patagonien bis zum Himalaya, von Südgeorgien bis Russland zeigen diese eindrucksvollen Fotografien in kontrastreichem Schwarz-Weiß Orte, die in den letzten Jahren zunehmend von Forschern untersucht werden, die die geologische Geschichte unseres Planeten sowie die kurz- und langfristigen Folgen der Klimakrise und der globalen Erwärmung erforschen.
Das Ausstellungsprojekt besteht aus zwei sich ergänzenden Abschnitten, die in zwei verschiedenen Museen eingerichtet wurden, deren Bereiche – Kunst und Wissenschaft – mit den Themen der Ausstellung übereinstimmen. Für das MART in Rovereto hat Salgado über 50 groß- und sehr großformatige Fotografien von Gletschern aus der ganzen Welt ausgewählt, während er für das MUSE eine große ortsspezifische Installation in den Räumen der „Großen Leere“ entworfen hat, die der Architekt Renzo Piano als das pulsierende Herz des Museums konzipiert hat. Die in Trient ausgestellten Fotografien wurden alle in Kanada, im Kluane Park, aufgenommen und bilden einen einzigen großen Kern.
Die Ausstellung ist eine Idee des Trento Film Festivals und wird von Lélia Wanick Salgado kuratiert, in Zusammenarbeit mit Contrasto und Studio Salgado produziert und von Gabriele Lorenzoni (Mart) und Luca Scoz (MUSE) koordiniert.